UNSERE OZEANE WIEDERBELEBEN Gewinner

Bahamas

Coral Vita

Durch die Erwärmung und Versauerung der Ozeane werden bis zum Jahr 2050 über 90 % unserer Korallenriffe abgestorben sein – ein Todesurteil für ein Viertel der Meeresbewohner, deren Überleben von diesen Riffen abhängt. Auch für die eine Milliarde Menschen, für deren Leben die Riffe so wichtig sind, wird dies eine Katastrophe sein.

Ein Jahr nachdem Sam Teicher und Gator Halpern die erste Korallenfarm von Coral Vita auf Grand Bahama angelegt hatten, richtete Hurrikan Dorian verheerende Zerstörungen an. Diese Erfahrung führte ihnen das Ausmaß der Klimakatastrophe deutlich vor Augen und bestärkte sie in ihrem Ziel, unsere Korallenriffe zu schützen.

Coral Vita züchtet Korallen an Land, um sie in Ozeane zu verpflanzen und sterbende Ökosysteme mit neuem Leben zu erfüllen. Mit den von Coral Vita verwendeten Methoden wachsen Korallen bis zu 50 Mal schneller als mit herkömmlichen Methoden und sie verbessern gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Korallen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels.

Neben der Wiederherstellung der Korallenriffe arbeiten Teicher und Halpern mit lokalen Gemeinden, öffentlichen Stellen und Privatunternehmen zusammen, um die Ausbildung im Bereich Meereskunde zu verbessern, neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und ein Modell zu entwickeln, das dafür sorgt, dass deutlich mehr Mittel in den Umweltschutz fließen können. Coral Vita erfüllt nicht nur den Ozean mit neuem Leben, sondern auch die Wirtschaft in den Küstengebieten.

Mit den Methoden von Coral Vita ist es möglich, durch eine einzige Korallenfarm ein ganzes Land mit Korallen zu versorgen. Letztendlich soll in jedem Land, in dem es Korallenriffe gibt, ein Netzwerk derartiger Farmen aufgebaut werden, um eine Wiederherstellungswirtschaft in Gang zu setzen und die Ökosysteme zu erhalten, die für uns alle so wichtig sind. Der Gewinn des Preises wird ihnen helfen, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

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Unsere Finalisten

Wir wollen unsere Ozeane wiederbeleben und für künftige Generationen erhalten. Wir werden den Earthshot-Preis für die herausragendsten Bemühungen zur Bewältigung dieser Herausforderung verleihen. Lernen Sie die Finalisten kennen, deren innovative Lösungen uns beim Erreichen dieses Earthshot-Ziels helfen werden.

UNSERE OZEANE WIEDERBELEBEN Finalisten

Vereinigte Staaten

Pristine Seas

Der Ozean bedeckt 70 % der Erde. Er liefert Nahrung für Milliarden von Menschen und über die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen. Die verheerenden Auswirkungen menschlicher Aktivitäten bringen den Ozean jedoch an einen Kipppunkt, von dem er sich möglicherweise nie mehr erholen wird. Pristine Seas, ein weltweites Programm zum Schutz der Ozeane, setzt sich dafür ein, diese Katastrophe abzuwenden.

Das Projekt wurde von Dr. Enric Sala, Explorer-in-Residence der National Geographic Society, ins Leben gerufen. Der ehemalige Universitätsprofessor wuchs am Mittelmeer auf, wo er die Zerstörung der Meereswelt aus erster Hand miterlebte.

2008 gründete Sala Pristine Seas und brachte ein Expertenteam aus Wissenschaftlern, Filmemachern und Politikern mit dem Ziel zusammen, bis zum Jahr 2030 30 % unserer Ozeane vor Bedrohungen zu schützen. Das Team hat bereits über 200 wissenschaftliche Publikationen und 30 Dokumentarfilme veröffentlicht, um andere zum Handeln zu inspirieren.

Pristine Seas hat bisher zur Schaffung von 24 weltweiten Meeresschutzgebieten beigetragen, die sich über ein Gebiet erstrecken, das doppelt so groß ist wie Indien. Pristine Seas hat sich zum Ziel gesetzt, eine globale Bewegung anzuführen, um bis zum Jahr 2030 30 % unserer Ozeane vor Bedrohungen zu schützen. Durch den Gewinn des Earthshot-Preises könnte Pristine Seas diese Schutzmission erweitern, die Sichtbarkeit der Meeresproblematik erhöhen, eine neue Generation von Führungskräften ausbilden und die Wirtschaft verändern. Wenn Pristine Seas erfolgreich ist, haben wir eine gute Chance, unsere Ozeane und das Leben in ihnen zu retten.

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UNSERE OZEANE WIEDERBELEBEN Finalisten

Australien

Living Seawalls

Angesichts des unaufhaltsam steigenden Meeresspiegels ist die Hälfte der Küstenstädte mit Betonschutzwänden gegen die Flut gesichert. Diese künstlich errichteten Schutzwälle können jedoch verheerende Auswirkungen auf das Meeresleben haben. Living Seawalls, ein Projekt, das im Hafen von Sydney gestartet wurde, ändert das nun.

Als Küstenstadt ist Sydney vom Anstieg des Meeresspiegels besonders stark bedroht. Küstenschutzanlagen spielen eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Diese flachen Betonstrukturen bieten jedoch keinen Schutz für viele Meeresorganismen.

Living Seawalls, das 2018 ins Leben gerufene Vorzeigeprojekt des Sydney Institute of Marine Science, hat eine Lösung gefunden. Die Lebensraum-Elemente von Living Seawalls, werden an bestehenden Schutzmauern angebracht und bilden natürliche Formen wie Felsbecken und Mangrovenwurzeln nach

Die „lebenden Kaimauern“ beherbergen nach nur zwei Jahren 36 % mehr marine Lebewesen als flache Mauern. In den Strukturelementen gedeihen jetzt fünfundachtzig unterschiedliche Arten. Das Projekt ist nicht nur auf Sydney beschränkt. Drei weitere australische Städte und Küstenabschnitte in Wales, Gibraltar und Singapur sind dem Beispiel von Living Seawalls bereits gefolgt.

Das Preisgeld des Earthshot-Preises würde neue Forschungsarbeiten, Bildungsprogramme und Standorte auf der ganzen Welt unterstützen. Dies wäre der lebende Beweis dafür, dass Meereslebewesen und Küstenstädte koexistieren können.

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Royal Foundation